In Ermangelung einer Internetverbindung nun einmal kurz aus der Internet-Station Kellenhusen. Wie ja schon einige mitbekommen haben bin ich mit dem Rennrad zur Ostsee gefahren.
Etappe 1: Bochum-Stemwede - 166 km
Etappe 2: Stemwede-Tostedt – 151 km
Etappe 3: Tostedt-Kellenhusen – 160 km.

Gefahren wurde schön langsam im Ausdauerbereich, so das die ungewohnte Entfernung kein Problem darstellte. Allerdings sind Packtaschen am Rennrad sehr gewöhnungsbedürftig und man sollte nicht glauben, wie 5 kg Zusatzgepäck das Fahrverhalten (negativ) beeinflussen können.
Landschaftlich gesehen war die zweite Etappe die Beste, es ging über einsame Landstraßen durch ländliche Gebiete. Die dritte Etappe, u.a. mitten durch Hamburg würde ich so nicht noch einmal fahren wollen. Zumal deutschlands Radwege manch belgischem Eintages-Radklassiker durchaus zur Ehre gereichen würden.
Dann ist mir am dritten Tag noch der Hinterreifen geplatzt. Er war einfach bis auf die Karkasse durchgefahren. Nach einer Notreparatur mit einem Stück Pappe zwischen Schlauch und Mantel ging es noch ca. 3 km bis Bad Segeberg, wo mir dann ein freundlicher Fachverkäufer im Auto und Fahrradzubehör einen Conti 4000 S von seinem Rennrad verkaufte, da er sonst nix passendes da hatte. Das Bild vom Laden folgt noch, denn einen Namen hatte das Geschäft gar nicht. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle dafür.
Und jetzt ist erstmal ausspannen angesagt, da ich mir die linke Achillesverse dick gefahren habe. Für diese Entfernungen muss der Cleat wohl noch nachjustiert werden.
Jetzt ist dann erstmal Sommerpause im Blog – wie gesagt – No access.
Routing mit dem Garmin Edge-da kann man so seine Erfahrungen machen. Aber mal von vorne. Nachdem ich nun in MapSource und auf dem Garmin die gleiche Karte und zum Routing die gleichen Optionen eingestellt hatte, schien alles ganz gut zu klappen. In Mapsource wurde eine Tour nach Münster fürs Rennrad geplant und eine zweite Tour einen anderen Weg zurück. Der Routenplan zeigte 70 km für den Hinweg und 78 km zurück. Bis km 35 klappte alles wunderbar.
Dann haben wir an einer abbiegenden Vorfahrt einen Schlenker von ca. 50m abseits der Route gemacht und haben gedreht. Die anschließende Frage des Garmin: “Route verlassen: Neu berechnen?”, habe ich mit Nein beantwortet, da wir ja wieder auf der alten Route weiterfuhren. Der Garmin war aber wohl mit meiner Auswahl wenig einverstanden und beschloss von Stund an, dann ebend nix mehr anzuzeigen. Keine Abbiegehinweise, keine Geschwindigkeit, na eben nix. In Lüdinghausen haben wir gestoppt um der Sache mal auf den Grund zu gehen. Die Route neu zu laden scheiterte daran, das keine gespeicherten Routen mehr vorhanden waren ( bei der Abfahrt waren es noch vier), und ein Neustart nun die richtige Wahl schien. Was denn auch klappte. ;-)
Zu meinem Erstaunen kam nun erneut die Frage nach Sprache, Zeitzone, angeschlossenen Sendern zum Vorschein und alle Einstellungen deuteten auf Auslieferungszustand hin. Aaarrrgghhh.
Ganz so schlimm wars dann doch nicht, denn die Routen und meine Profile waren noch da. Allerdings mussten die Datenfelder und metrische Skalen neu eingestellt werden. Nun ja, auf dem Rückweg wurden wir wieder geführt, bis Detlef meinem Garmin nicht mehr traute und seinerseits einen Track von Senden nach Bochum, den er vor kurzem gefahren war, ins Display holen wollte. Was aber daran scheiterte, das zwar alle Tracks, außer eben der eine vom 24.06. nicht, vorhanden waren. In der Hoffnung auf einen neuen Wegbereiter hatte ich inzwischen meine Navi beendet und so fuhren wir halt der Sonne nach. ;-)
Hat ja früher bei den Cowboys auch geklappt. Cowboys didn´t die, Cowboys fade away (in the sunset).
Trotzdem war es eine klasse Tour über 160 km durchs Münsterland und hier noch ein paar Eindrücke.
Tour nach Münster from Martin Danberg on Vimeo.
Der kleine Prömpel neben dem Garmin ist übrigens eine selbstgebaute Kamerahalterung aus dem Oberteil eines Gorillapod und einer alten Tachohalterung.
P.S. Und falls jemand weiß, warum die CSS Einstellungen für Fotos auf einmal verschwunden sind, oder nicht mehr wirken, bitte melden.
Am kommenden Wochenende gehts also zum 11. Harzer Mountainbike-Event. Seit einigen Jahren ist dieser Marathon fest in unserem Terminkalender verankert. Eine tolle Gegend, ein perfekt organisiertes Rennen und immer wieder eine schöne Strecke. Am kommenden Sonntag soll dann die Mittelstrecke mit 76 km und ca. 1600 hm in Angriff genommen werden.
Gestern habe ich noch eine kleine KA Einheit absolviert und morgen wird nur noch mal kurz die Rolle angeschmissen. Freitag und Samstag wird dann schon mal ein bisschen im Harz rumgerollt. Leider erreichte mich vorhin die Nachricht, das Teamkollege Henning nun doch nicht mitfahren kann, da er kommenden Mittwoch am Knie operiert werden soll. Die Knieprobleme gehen wohl doch nicht von alleine weg. Oh Mann oh Mann, hoffentlich geht alles gut.
Dieses Mal werde ich auf jeden Fall an Regenjacke und lange Hose denken müssen, denn die Wetteraussichten sehen nicht gut aus für den Harz. Wobei das eigentlich normal ist. Die Ausnahme war sicherlich letztes Jahr mit einem traumhaften Wochenende. Aber egal, richtig nass war es bisher auch noch nie. Das Bike ist präpariert ( also geputzt) , morgen schonmal die Sachen packen, noch eine Runde arbeiten und dann auf ins lange Wochenende.
Glück Auf
Ich wollte es ja schon lange mal versuchen. Da hat man eine Digi-Cam, die ja natürlich auch Videos aufzeichnen kann, und nutzt diese Funktion überhaupt nicht. Was für eine Verschwendung. Zudem bbbaschtl uns ja regelmäßig mit tollen Einblicken aus dem Allgäu versorgt. Da stellt sich als erstes mal die Frage: Wie kriege ich das Ding am Lenker fest. Zufällig habe ich zwar ein Fotostativ mit passendem Kopf noch rumstehen, aber das Teil brauche ich ja noch anderweitig und möchte nicht den Kopf abschneiden. Also mal gesurft und ein Gorillapod entdeckt. Hierbei handelt es sich um ein kurzes Stativ mit flexiblen Füßen, die man sogar irgendwo drumwickeln kann. Also mal her damit. So sieht dann die Befestigung aus.
Da ich das stabile Joby genommen habe ( für DSLR geeignet) war die Wickelei am Lenker doch etwas fummelig. Zudem ich dann beim Fahren festgestellt habe, das es an dem blanken Lenker doch verdammt rutschig ist und die Cam einfach nicht oben bleiben will. Das lies sich dann aber mit meinem Ersatzschlauch, den ich um den Lenker gewickelt habe, schnell lösen. Mit anderen Worten. Irgendwie ging es, aber alles andere als optimal. Zweiter Punkt, der mir nicht ganz geheuer war, ist die Rappelei am MTB Lenker. Auf der Straße gerade noch zu ertragen, habe ich auf den Schotterwegen die Cam zwischen den Aufnahmen doch immer wieder abgenommen. Das kann man dann mal machen, aber für den ambitionierten Hobbyfilmer sicher ein absolutes NoGo.
Qualität der Aufnahme ist einigermaßen ok, wenn auch nicht gerade der HD Knaller.
Ich hätte aber auch, wie ich dann hinterher festgestellt habe noch eine andere Videoeinstellung zur Verfügung gehabt. Aber egal, ich fasse mal zusammen:
Wenn ich mal im Sommer mit dem Rennrad auf der Straße unterwegs bin, könnte ich mir vorstellen nochmal das ein oder andere Video zu drehen. Mit dem Joby am umwickelten Lenker dürfte es ganz gut halten, und wenn die Sonne scheint und es nicht so rappelt, kann die Cam auch mal ein paar Kilometer am Lenker bleiben. Fürs MTB bei jedem Wetter sollte man dann doch lieber zur Action Cam greifen. Die Lenkerhalterung ist meistens dabei, oder optional erhältlich, und so ein Teil ist meist noch bildstabilisiert und spritzwassergeschützt. Dennoch möchte ich Euch das Ergebnis nicht vorenthalten:
Zwischen Zollverein und Nordsternpark from Martin Danberg on Vimeo.
P.S. Bei der Sequenz mit dem Vorderrad hatte ich die Cam in der Hand. Im Gelände nicht zu empfehlen.
Links:
Joby Gorillapod SLR Klemmstativ (für Kameras bis 800g)*
Joby Gorillapod Klemmstativ (für Kameras bis 275g) schwarz/grau*
Oregon Scientific ATC 2000 Action Cam, schwarz/silber*
Digitale Video Kamera ATC 3000 Nachfolger von action cam ATC 2000*
* Hierbei handelt es sich um Affiliate Links. Wenn ihr über die Links etwas bestellt, bekomme ich eine kleine Provision, ihr zahlt aber keinen Cent mehr.
Eigentlich handelt es sich hier um einen Werbefilm für ein Essener Fahrradhaus. Das Video eignet sich aber ebenfalls hervorragend für einen Ruhrpott Trails Promo Streifen, und als diesen möchte ich den Spot hier vorstellen. Denn das Essener Radhaus ist mir bis heute selbst nicht bekannt, einige der Trails allerdings schon:
(Was nicht ist, kann ja noch werden)
Aber seht selbst:
Seit kurzem bin ich ja stolzer Besitzer meiner ersten Festbrennweite. Ein Canon 50mm/ f1.8 II. Das preiswerteste Objektiv, das in diesem Segment zu bekommen ist. Trotzdem gibts viel Lichtstärke und eine gute Abbildungsleistung.
Angeregt durch z.B. diese Arbeiten von Siebe Warmoeskerken, der fast ausschließlich mit 50mm fotografiert, habe ich mich dann zum Kauf entschlossen. Zum anderen ist es eine gute Möglichkeit noch etwas mehr mit der Kamera zu “üben”.
Was hat das jetzt mit Biken zu tun? Auf den ersten Blick erstmal nix. Auf den zweiten Blick habe ich mir mal überlegt, wie man das Ganze kombinieren kann. Und so ist die Aktion 50 Bike(Augen)blicke mit 50mm entstanden. Die Idee kam dann eigentlich durch das Projekt 50/50 des belgischen Fotografen Bert Stephani. Auf seiner Website gibts in loser Folge Videos seiner Aktion “50 Days Through 50mm”.
Und in der Form gibts jetzt hier 50 Bikeblicke mit 50 mm. Heute gehts los mit Kapitel 1:
50 Bikeblicke mit 50mm from Martin Danberg on Vimeo.
In Ermangelung eines Navis und eines funktionellen online Radroutenplaners habe ich mal was mit map24 und der Option “kürzeste Strecke” sowie “Autobahn vermeiden” ausprobiert. Trotz des unsicheren Wetters habe ich mich dann gestern auf den Weg nach Münster gemacht um mal zu sehen, wie der Routenplaner führen würde. Die ersten Meter aus Bochum waren mir so schon nicht unbekannt. Dann in Herne einmal anders abbiegen, als ich es gewohnt war, um aus dem Pott heraus zu kommen, einmal kurz RE gestreift, um eine lange, ampellose Überbrückung bis zur B235 hinzukriegen. Datteln, Olfen, Lüdinghausen, dann runter von der B235 und über Land ( Ottmarsbocholt, Dorfbauerschaft, Loevelingloh) auf geradem Weg nach Münster. Nach dem Routenplaner 63,5 km und auf dem Tacho hatte ich 65 km. Denke mal, das ist ´ne Abweichung, mit der man leben kann.
Auf dem Rückweg kams dann doppelt, einmal von oben und das andere von vorn. Hatte mir schon gedacht, das ich auf dem Hinweg Rückenwind hatte, aber so? Na ja, und zwischen Lüdinghausen und Olfen hat dann der Himmel mal wieder seine Schleusen geöffnet. So, wie er es im Moment hier 3-4 mal am Tag macht. Aber egal – alles in allem ist der Test gut gelungen und fürs Rennrad scheint das eine gute Alternative um mal neue Strecken auszuprobieren.
..kann mich normalerweise mal gerne haben. Aber bei der Holden stand heute Gartenarbeit auf dem Trainingsplan (also auf meinem), und so musste ich mein Radtraining in die frühen Morgenstunden verlegen.
Um 07:00 Uhr gings dann schon los, ein paar Hügel im südlichsten Süden des südlichen Ruhrgebiets zu erklimmen. Trotz der Kälte wars ein schöner Morgen und nach 70 km und 650 hm war ich auch schon wieder mit Brötchen daheim. Zu dem Cross Alternativtraining, das dann folgte, später mehr.
Der mittenindernachtfährt Maddin
Die Scheinwerfer schaffen es kaum noch den Weg in der stockschwarzen Finsternis zu erhaschen. Der Himmel hat die Schleusen geöffnet und es regnet junge Hunde, wie man hier im Ruhrpott sagen würde. Die Scheibenwischer wirbeln von links nach rechts und zurück, aber sie könnten es auch lassen. Blitze zucken wild aber belanglos durch die Nacht und der Donner knallt mit kurzer Verzögerung ohrenbetäubend hinterher. Sprit ist alle. Just in diesem Moment ist im Licht eines Blitzes ein Haus zu erkennen. Vielleicht gibts dort Hilfe. Brad und Janet hatten sich ihre Hochzeitsnacht anders vorgestellt, aber nun gibts keine andere Möglichkeit als an die alte Holzpforte zu klopfen. Das Wasser läuft an ihnen runter, als ob sie gerade aus der Dusche kommen würden.
Nach einem kurzen Augenblick öffnet sich knarrend und knirschend die Pforte und Riff-Raff begrüßt mit ähnlich knarzender Stimme das junge Paar mit den Worten: “Oohh, you´re wet”. Darauf Janet: *leicht verlegen*:” mmhh – yes – it´s raining”.
Soweit eine kurze Szene aus der Rocky Horror Picture Show. Ich weiss nicht warum, aber jedesmal wenn mir beim Biken das Wasser an der Nasenspitze runterläuft muss ich an diese Worte denken: Oh, you´re wet! Yes- it´s raining! Und so wars auch heute morgen, Regen , Matsche , MTB, 45km.
In diesem Sinn – Allen noch einen schönen Feiertag.
…und das nicht nur, weil diesmal die Sonne vom Himmel brannte, als gäbe es kein Morgen mehr.
So ein Wetter hatten wir in Altenau noch nicht erlebt, und diesmal waren wir schon das sechste Mal dort.
Nach zwei schönen Touren am Freitag und Samstag stand Sonntag der Marathon auf dem Programm. Für Henning und Martin die 70 km Distanz mit 1850 hm und fürn Dierk die 35 km Runde mit der Hälfte an hm. Am Abend zuvor gabs noch ein Treffen mit dem Team Schließer Bike, die wir durch unseren Blog kennen gelernt haben. Mit Ralph und Peter werden wir sicherlich noch den ein oder anderen Marathon bestreiten. Vielleicht als Partner Teams oder als Konkurrenten, schaun mer mal.
Dierk und Martin konnten ihre Läufe über die Distanz fahren, wobei Altenau diesmal richtig tief in die Konditionskiste gegriffen hat. Lange und mitunter steile Anstiege wechselten sich mit tiefen und weichen Graspassagen ab. Die geraden und bergab Stücke fühlten sich allesamt viel zu kurz an. Dazu noch der unerbittliche Sonnenschein, der ebenfalls Ansprüche an die Versorgung stellte, das Trinken durfte nicht zu kurz kommen. Aber nach 3:11 Std bzw. 4:50 Std. haben beide die Zielflagge gesehen und sind auch ohne technische Defekte und Sturz durch gekommen.
Leider haben die zwei Wochen Pause nach Saalhausen noch nicht ausgereicht um Hennings Infektion vollständig auszuheilen. Nach ca. 30 km kam der Mann mit dem Hammer und hat Henning gestoppt. Mit völlig überhöhtem Puls gab es nur eine Wahl. Nichts riskieren und abbrechen.
Der nächste Termin ist jetzt erst Ende Juni und zwar das Ruhrbike Festival. Bis dahin ist dann Regeneration angesagt und dann wird auch sicherlich Henning dem Rennen wieder seinen Stempel aufdrücken können. Gute Besserung!
Bis auf diesen Schatten wars aber ein komplett gelungenes Wochenende und wenn nix dazwischen kommt, wird Altenau auch nächstes Jahr wieder mit uns rechnen können.