Training mit audiovisueller Unterstützung

Sonntag, 10. Januar 2010 von Maddin

Im Grunde gibt es ja nichts langweiligeres als Rollentraining. Wie festgenagelt das Rad, die Position muss man stundenlang nicht ändern ( man tut es dann aber besser doch) und Fahrtwind ist ebenfalls Mangelware. Aber…

In welcher Situation kann man sonst noch mal ungestört eine komplette CD anhören oder gar eine Konzert DVD reinschmeißen? Nun bin ich in der komfortablen Situation, das in dem Raum mit der Rolle auch ein PC mit Audioanlage steht. Also erstmal den Archäologiestudenten ins DVD Lager geschickt und nach Konzerten suchen lassen.

Ein bisschen Musik

Ein bisschen Musik

Und da taucht doch die gute, alte “Rock In Rio” DVD von Maiden wieder auf. Also nix wie rein damit ins Laufwerk, den Amp aufgedreht und ab auf die Rolle. Erst einmal einrollen mit “The Wicker Man”. Weiter gehts auf der Geraden mit “Ghost Of The Navigator”.  Bei den langen Maiden Stücken reichen schon zwei zum Warmfahren. Mit “Brave New World” kommt so langsam der erste Anstieg, erste Schweißtropfen bilden sich auf der Stirn, um dann mit “Wrathchild” die letzen Kehren der ersten Anhöhe zu erklimmen. Mit “2Minutes To Midnight” gehts oben auf dem Kamm entlang und bei “Blood Brothers” kommt man erst einmal wieder in den GA Bereich. Mit “Sign Of The Cross” und “The Mercenary” wird noch ein kleiner Hügel genommen und dann Ausfahren. Was allerdings bei “The Trooper” wirklich schwer fällt. Denn auch hier würde man am liebsten wieder Vollgas geben. Wie Maiden eben auch. Und schon ist ne Stunde um.

Rock, Metal, Schlager, Klassik, Pop, Trance,  Techno, Wave, Punk, Indie – Was hört ihr beim Training und hat es einen bestimmten Grund. Oder einfach die Lieblingsmucke. Bin mal gespannt und fang mal an.

Argus 2009 Live

Montag, 23. November 2009 von Maddin

Gestern abend war ich bei einem Wishbone Ash Konzert. Ja, richtig gelesen. WA tourt 2009 mit neuen Musikern und altem Programm. Argus war wohl eine meiner ersten LP von Wishbone Ash und stammt aus dem Jahr 1972. Langspielplatten sind die schwarzen, runden Scheiben mit ca 30 cm Durchmesser, nur einer einzigen Rille und einem kleinen Loch in der Mitte. ;-)

Argus mit Songs wie Through Down The Sword, The King Will Come oder Leaf And Stream wurde komplett gespielt, gefüllt wurde das Programm mit einigen anderen Stücken aus den 70ern. Auch Time Was und Sometime World haben nicht gefehlt. Der Sound im Musiktheater Piano in Dortmund war allererste Sahne und wer die Gelegenheit hat und auf Classic Rock mit zwei Leadgitarren steht, sollte mal  schauen ob nicht auch in seiner Gegend noch ein Konzert ansteht.

Martin Turners Wishbone Ash 2009:

Martin Turner – Gesang, Bass
Danny Willson – Gitarre, Gesang
Ray Hatfield – Gitarre, Gesang
Dave Wagstaffe – Drums, Percussion, Gesang

- Info zur Tour

- Wishbone Ash Homepage

- Musikthater Piano

Füüfabnüne zmorge

Mittwoch, 19. August 2009 von Maddin

…ist nicht der Startschuss gefallen, sondern da waren wir schon 40 min. unterwegs beim Eigerbike Marathon in Grindelwald / Schweiz. Aber die Überschrift stammt von einer Speisekarte und ich fand sie einfach bemerkenswert.

Im Schatten des Eiger ging es um 08:15 Uhr los, wir waren in der dritten Startgruppe, die 88km wurden um 07:15 gestartet und die erste Gruppe der 55km um 07:45 Uhr. Nicht allein diese Tatsache führte zu keinem Stau im ersten Singletrail, sonder auch, das dieser erst nach 18km und 1300 hm anfing. So hatte das Feld ausreichend Zeit sich auseinanderzuziehen. Die mittlere Runde war mit 55 km und 2500 hm genannt und genauso steil wie die Auffahrten zeigten sich auch die Downhills. Heiss gewordene Bremsen ohne Verzögerung können schon ganz schön Respekt einflößen. Vor allem, wenn die Abfahrten einem Downhill auch alle Ehre machen würden. Ich war aber auch nicht der Einzige, der bergab sein Rad geschoben hat, und zwar so häufig, wie bei keinem Marathon zuvor.

Nach ca. 38 km wären dann Wanderschuhe ganz schön gewesen. Ein kleines gelbes Hinweisschild war der Anlass: 2,5km Uphill; Höhendifferenz 300m! Macht im Durchschnitt 24 Prozent, wenn ich mich nicht verrechnet habe und ich habe niemand fahren sehen. OK, für die, die dort vielleicht noch gefahren sind, war ich wohl auch etwas spät dran. Henning hatte sich derweil in ein Massagezelt abgesetzt, da er von Krämpfen geplagt wurde und wir haben den Rest der Strecke einzeln bewältigt. Schon beachtlich, das die Veranstalter auf der 55km Distanz zwei Massage Services eingebaut hatten.

So konnte ich dann leider auch Henning nicht davon abhalten eine Kostprobe des Schweizer Bergbodens zu nehmen, was ihm dann leider zwei gebrochene Rippen, eine Schulterprellung, sowie eine leichte Gehirnerschütterung einbrachte, wie sich allerdings erst zu Hause nach einem Krankenhausbesuch rausstellte. Er ist natürlich zu Ende gefahren, denn einmal auf der Eigerbike unterwegs, muss man auch zu Ende fahren.

Fragt nicht nach der Platzierung, allein unsere Akklimatisierungsfahrt am Samstag hatte schon 750 hm, um uns herum waren fast nur Schweizer Bergziegen :lol: , und wir sind einfach nur froh, es geschafft zu haben. Grindelwald ist einfach nur fantastisch. Bilder folgen in Kürze hier im Foto-Album.

Ein Lob gebührt allerdings noch den Organisatoren: vom Start bis zum Ziel perfekt, Verpflegung, Massage, Versorgung – alles da und super freundlich!

Die letzten Helden

Freitag, 10. April 2009 von Maddin

gibt es sicherlich auch auf anderen Gebieten. Aber als ich vor kurzem mal wieder meine Musik durchsucht habe, dachte ich mir, der Titel wäre doch mal eine geeignete Hymne an alle Marathonisti, ob sie nun laufen oder biken. Und da mach ich doch gleich mal einen CD Tip draus. Last Of The Heroes ist das Titelstück der 2008 CD  Rock And Roll Children der finnischen Nachwuchsband Sturm Und Drang. Dagegen ist der allgegenwärtige Startsong bei fast jedem Marathon, Highway To Hell, ein ruhiges Sonntagsnachmittag 17:00 Uhr Tanztee Liedchen.

Von dem Bandnamen sollte man sich nicht verwirren lassen. Der Ausdruck Sturm und Drang stammt aus dem 18. Jhd. und beschrieb dort eine Phase der rebellischen Jugend und ist somit keinesfalls in die rechte Ecke zu rücken.  Zu hören ist dann hier mal was.  Aber noch aus einem anderen Grund ist die Band durchaus erwähnenswert. Der musikalische Nachwuchs gibt Anlass zur Hoffnung, dass es neben D.SD.S und Pop.stars noch Talente gibt, die es verstehen mit einer richtigen Stromgitarre umzugehen.  Unterstützt und gefördert durch einige finnische Rockgrößen geht es hier im musikalischen Erbe von Hammerfall oder Sonata Arctica mal so richtig zur Sache. Jedenfalls wenn man das Alter der Bandmitglieder bedenkt.

Der malwiedernescheibehört Maddin

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