Hillclimber is back! 2nd Edition

Mittwoch, 18. November 2009 von Hillclimber

So, nun war’n wir da. Schön hier. Oh, schaut mal da, die Palmen blühen. Und nu?

Am frühen morgen, im Schutz der Dunkelheit, sofort die vier besten Liegen auf der Sonnenterasse, als eines der neuen Bundesländer deklariert. Da wurde zurechtgerückt was das Zeug hält. Sonnenschirm? Brauchen wir nicht. Sonne mach mich Neger, hieß die Parole. Noch ein kleines Tischchen für die Softdrinks besorgt. Ja, so lässt’s sich die nächsten Tage aushalten. Jetzt schnell zum Frühstückbuffet, den Sonnenaufgang genießen. Und das war ein Frühstück. Ich kann euch sagen, da kann man Auswahl zu sagen. Es gab nichts was es nicht gab. Auf diversen Fahrten bin ich von Kumpel Maddin frühstückstechnich schon so einiges gutes gewohnt, aber das hier, Hut ab. Apropos Essen. Ich brauche glaube ich nicht zu erwähnen, daß Ich hier täglich meine Tariflich festgeschriebenen sieben Mahlzeiten zu mir genommen habe. Wegen der Kohlenhydrate. Ihr versteht, nicht wahr! Böse Zungen munkelten, daß sie ein zusätzliches Boatpeople aus dem Container geholt haben, nur um meine Teller zu spülen. Seis drum.

Nach dem Mahl erstmal gemütlich auf die Liege zum lesen. Ich lese gerade ,, Der Patron” von Lars Boysen, dem rennradfahrenden Nordlicht. Sehr amüsant und zu empfehlen. Ich bin wohl kurz eingenickt. Mein Schläfchen wurde plötzlich durch bestialischen Lärm unterbrochen. Waataahjimm!!!!!! gellte es die Ägäisküste entlang. Vor mir stand eine der niedersten Lebensformen, mal von Autoverkäufern und Versicherungsmaklern abgesehen. Animateure! Immer extrem freundlich unfreundlich und in der Regel so was von lauwarm angehaucht. Sie versuchen grundsätzlich eine Stimmung unter den verschiedenen Nationen wie bei der letzten Fußball WM herzustellen. Aber wir sind nun mal nicht alles Brüder oder Schwestern, nicht mal Nachbarn. Ich wusste nicht mal was diese lustige Laune der Natur mir mit seinem Geschrei deuten wollte. Waataahjimm, ugs: Waataah = Water = Wasser  Jimm = Gym = nein nicht Gymnasium, sondern Gymnastik. Igitt Wassergymnastik, die wohl mieseste Art sein schlechtes Gewissen über die Völlerei am Buffet zu beruhigen. Wohin man sieht aufgeschwemmte Touristenkörper die sich im Takt von irgendeiner viel zu lauten Teschnomucke versuchen grazil zu bewegen. Synchronität Fehlanzeige! Nicht mit Mir. Ich habe selbst hier einen Ruf zu verlieren. Kurz bei der Holden abgemeldet und flugs zum Bungalow gespurtet, um die Laufschuhe anzuziehen und im Hinterland, fernab vom Animationspöbel, ein Stündchen laufen zu gehen. Hat das schon mal jemand von Euch getan? Herrlich! Man lernt das Urlaubsland seiner Wahl von einer ganz anderen Seite kennen. Taxifahrer, die einem einen Vogel zeigen, weil man in der Mittagshitze joggt. Melonenverkäufer, die ungläubig mit dem Kopf schütteln und Souvenirkrimskramshändler, die einen für total bekloppt oder für’n Engländer halten. Fernab der Touribunker ist es mit einmal auch nicht mehr so sauber. Da sieht man wilde Müllkippen und ausrangierte Elektrogeräte im Busch. Da wird auch so mancher Ölwechsel am Straßenrand durchgeführt, ohne Auffangbehälter, versteht sich. Der Umwelt zu Liebe, ja nee is klar!!! Aber, wenn man einen Kieselstein mitnimmt, wird man sofort eingebuchtet. Kulturgut. Verkehrte Welt.

Ich will auch garnicht weiter ausschweifen. Insgesamt ein sehr schöner Urlaub.

Euer derschonwiedergebuchthat Henning  

Fahrlehrer

Mittwoch, 11. November 2009 von Maddin

Also wer meint, dass er sein Fahrrad doch so ein bisschen beherrscht, ganz gut um die Kuven kommt und den ein oder anderen Bunnyhop draufhat, sollte sich das hier mal anschauen.  Ich würde dann vielleicht doch noch das ein oder andere Sekündchen  darauf verwenden, mir die ganze Sache mit der Fahrradbeherrschung nochmal durch den Kopf gehen zu lassen. Vielleicht sollten wir den Jung mal als Fahrlehrer engagieren. ;-)

Inspired. Danny MacAskill from dave on Vimeo.

Und die Mucke ist ja auch nicht ohne. Wer auf etwas traurigen Garagen Pop/Rock steht fühlt sich hier bestens aufgehoben.  Der “Funeral Song” stammt von der 2006er CD “Everything All The Time” von “Band Of Horses”.

Hillclimber ist wieder da!

Freitag, 06. November 2009 von Hillclimber

Hallo zusammen,

nach dem ganzen Shit in diesem Jahr, hat unser Familienvorstand kurzfristig beschlossen, in den Herbstferien noch ein paar Tage in den Süden zu reisen. Rein ins WörldweitWebbbb und einschlägig vorbestrafte, ähh bekannte, Reiseanbieterseiten auf das Hotel der Begierde durchforstet. Passt nicht, hat nur 5 Sterne. Das nächste hatte nicht mal nen eigenen Hubschrauberlandeplatz, geht gar nicht. Aah hier, schau mal, 6 Sterne Ultra All inklusive mit eigenem Bungalow. Das ganze mit Deluxe VIP Service und von hoteleigenen Söldnertrupps vor neugierigen Pauschaltouristenblicken gesichert. Das isses. Rein ins Reisebüro und den ganzen Bunker für 14 Tage gekauft. Nach Abzug  jeglicher Prozentpunkte und Rabatten stand da immernoch eine Summe, die die der Literangabe vom Bodensee glich. OK, die Türkei tuts auch.

Zwei Tage bevor wir in die erholsame Wärme entfliehen wollten, schaute ich noch kurz bei Wetter.com vorbei um mir die versprochenen 30 Grad im Bild darstellen zu lassen. Was dat denn? Temperaturen wie auf Fehmarn im Januar. Das ganze untermalt mit 8 Windstärken. Ich war geneigt mich schon von zu Hause aus, beim ortsansässigen Reiseleiter telefonisch zu beschweren. Na dann Prost Mahlzeit!!

Der Hinflug war schon für sich alleine ne Show! Unmittelbar nach dem die Räder die Startbahn in Köln/Bonn verlassen hatten, begann ein Säugling in der Reihe vor mir an zu schreien als gäb’s kein Morgen! So penetrant laut und durchdringend, daß selbst die Mutter des Winzlings sich ein Betäubungsgewehr gewünscht hat. Als ich um 03:30 Uhr nachts aus dem Flughafengebäude stolperte, kam mir sofort ein osmanischer Kofferträger im Trägermuskelshirt und kurzer Hose entgegen. Ich dachte mir:,, Wat ne arme Sau! Zwei Grad wärmer wie Speiseeis und der arme Kerl hat nichts ordentliches anzuziehen. Im Shuttlebus zum Hotel tröppelte mir der erste Schweißtropfen dei Schläfe herunter. Mein Gott, der hat die Heizung aber voll aufgedreht. Nicht das noch die Scheiben zufrieren. Gut, das mir die Holde, die Medima Thermounterwäsche eingepackt hat. Am Hotel angekommen fiel mein Blick auf ein an der Fassade angebrachtes Thermometer. 26 Grad!!!! Nachts um vier!!!! Bis dato wusste ich nicht das die Türkei ihre Temperaturen in Kelvin misst.

Der nächste morgen brachte Licht ins Dunkel. 31 Grad, gemessen in Celsius, morgens um 10 Uhr. alles war gut. Wetter.com hat sowas von gelogen und wir waren die einzigen Deppen die mit Winterjacken losgeflogen sind.

Fortsetzung folgt in Kürze

Saisonabschluß!

Dienstag, 29. September 2009 von Hillclimber

Hi zusammen,

am Samstag fährt der Ruhrpott Express gen Bruchhausen im schönen Sauerland. Es sind zwei Tage gemütliche Touren zum klönen geplant. Ich denke es wird auch reichlich Gesprächsstoff geben, wenn wir die vergangene Saison Revue passieren lassen. Bis jetzt mit dabei sind Mountain – Maddin alias ,, der den Berg nicht scheut.”  Hillclimbing – Henning as himself. Unser Saisonarbeiter Vladdo. Und last but not least: Horst, unser guter Geist auf etlichen Fahrten in diesem Jahr. Nie im Vordergrund aber immer da wenn man ihn braucht. Ich denke, daß Ich auch im Namen vom Maddin behaupten kann, daß sich so manch ein anderer eine dicke Scheibe von Ihm abschneiden kann. Es gehört schon ein gehörige Portion Mut dazu mit 70 ( in Worten siebzig ) Lenzen im Harz über den Brocken zu fahren oder uns in die Schweiz zu begleiten und keineswegs das Bike auf dem Auto zu belassen.

Ich möchte mich auch an dieser Stelle bei meinem Partner Maddin für seine Geduld in dieser für mich sehr verkorksten Saison bedanken. Es war einfach der Wurm drin. Ich für meinen Teil setze alle Hoffnungen auf 2010!!! Wir haben große Ziele, soviel sei schon vorher verraten. Aber davon in einem der nächsten Berichte mehr.

bis dahin

euer dersichimmernochdieSchulterschont Henning

Wahre Helden!

Freitag, 28. August 2009 von Hillclimber

img_0531Ich denke so glücklich und zufrieden sehen nur Wahre Helden aus! Oder? Ich hoffe im nächsten Jahr sehen wir mal ein paar Express’ler mehr auf solchen Zielfoto’s.

bis dahin

euer sichschonender Henning

Wetter, die 2te!!!!

Dienstag, 07. Juli 2009 von Hillclimber

Hallo zusammen,

nachdem ich meine gesundheitlich bedingte Zwangspause dazu nutzte, mein Kellergeschoß als Wohnraum umzufunktionieren und seit Wochen nichts anderes als Baumärkte oder Baustoffhandlungen mehr von innen gesehen habe, kam der mir unvergessliche 3 Juli!

Alles fing ganz entspannt damit an, daß ich mein bestelltes Parkett am frühen Morgen abholte und mir den Tag für die Verlegung desselbigen vorgenommen hatte. Also frohen Mutes ans Werk gegangen und gegen Mittag stand ich vor dem fast abgeschlossenem Projekt. Hier um die Heizungsrohre noch ein wenig einpassen und dort an der Türzarge noch mal stückeln, aber ihr kennt das ja sicherlich. Die Fußleisten lagen auch schon parat und warteten darauf, ihren vorbestimmten Zweck zu erfüllen. Ich war schon ein wenig stolz, daß alles so gut geklappt hatte. Den Montag wollten wir nutzen um gemütlich ein paar Möbelhäuser zu durchforsten.

Dann wurde es am Himmel dunkel. Und ich sage euch, es wurde so dunkel wie ich es in 41 Jahren niemals zuvor erlebt habe. Es fing zu regnen an. Nein, was sage ich. Es fing zu schütten an. Das ganze untermalt von Sturmböen. Ich wohne nicht in einem Hochwassergebiet. Der nächste ernstzunehmende Fluß ist  ca. 20 Km Luftlinie entfernt und deshalb erschien es mir sehr suspekt, daß ein ca. 40 cm tiefer Fluß plötzlich durch meine Hofeinfahrt floss. Sofort alle Rückschlagventile geschlossen und sämtliche verfügbaren Pumpen vorsichtshalber angeschlossen. Dann hagelte es taubeneiergroße Hagelkörner. Was soll ich lange beschreiben was dann passierte. Schaut es Euch an, unter www. blaulichtreporter.de!

Die Bilanz von mehreren Wochen vergeblicher Arbeit:

Zwei durchschlagene Dachfenster.  An den Wänden lief das Wasser sintflutartig ins Haus hinein. Die Autos übersät mit Hagelschäden. Das ganze Kellergeschoß 1,20  Meter tief unter Wasser. Alle Mühe in wenigen Minuten zu nichte gemacht.

der kotzenkönnende Henning 

P.S

Aber es hätte auch schlimmer kommen können. oder?

Neuer Fall von Vernachlässigung!

Samstag, 06. Juni 2009 von Hillclimber

Was sind das für Freunde, die zu so was fähig sind, fragt man sich unwillkürlich angesichts des neuesten Falles von gefährlicher Vernachlässigung,der sich letztes Wochenende im Ruhrpott ereignete. Wie erst jetzt bekannt wurde, befreite die Polizei am Samstag gegen Mittag in Recklinghausen aus einer Doppelhaushälfte einen kurz vor dem verdursten stehenden 41-jährigen Mann. Er war schlecht ernährt und hatte keine schönen Sachen. Nachbarn hatten die Ordnungshüter alarmiert, da ihnen auf dem Grundstück der Geruch aufgefallen war. Der Kumpel des Mannes, der sich selbst als Opelaner bezeichnet, war am Morgen für’s Wochenende nach Schotten gefahren. In der Wohnung fanden die Mitarbeiter der Polizei keine altersgerechten Getränke. ,, Nur Wasser, Tee und Säfte, so was habe ich noch nie gesehen”, so der noch sichtlich benommene Wachtmeister Schlibrowski. Er und seine Kollegen erleben so einiges, aber in jener Wohnung fanden sie nicht mal genügend Nahrung für eine einzige Männermahlzeit. Nur Müsli, Milchprodukte und Rohstoffe wie Kartoffeln, Reis oder Eier, die vor dem Verzehr erst noch verarbeitet werden müssten, befanden sich in der Küche. Die Beamten brachten den Mann in einer Noteinrichtung der gastronomischen Hilfe unter, dem ,,Braustübl” in der Westfalenstraße. Der Leiter der Einrichtung päppelte den Mann persönlich mühsam über Stunden mit Pils und Korn wieder auf. Mitarbeiter des zuständigen Pizzaservice verteilten Notrufnummern in der Nachbarschaft. Warum, fragten einige, erst jetzt? ,, Isse so traurisch”, sagte Guilermo, der Chef des Pizzadienstes, der eigentlich Achmed heißt, ,, rufe erst an, die Leute, wenn isse zu spät. Oder gar nischt.” Böse Absicht sei es eigentlich so gut wie nie, die Freunde dazu bewege, ihren Kumpel alleine zu Hause zu lassen. Aber Fälle wie dieser erschüttern immer wieder die Welt. ,, Der Ärmste hat bloß noch 90 Kilo gewogen.” Die Leute schütteln fassunglos den Kopf. Mittlerweile geht es Ihm den Umständen entsprechend gut. Aber das Ensetzen bleibt. Nachbarn und Anwohner stellen Flachmänner und Sechserträger unter dem Balkon des Opfers auf und entzünden Kerzen. Auf einem handgeschriebenen Zettel steht die Frage:,,    Warum?”

der sichdasWochenendeumdieOhrenschlägt Henning

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